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Geschichten für Herz und Seele

© LEOpold Zillinger



 


LOSLASSEN

Lass alles los, damit alles kommen kann.


Meine persönliche Geschichte ...


Inzwischen sind die seelischen Wunden verheilt und ich bin längst in einem erfüllten Leben angekommen. Aber hin und wieder besuche ich das Denkmal einer aufgewühlten Zeit, um mir besinnlich bewusst zu machen, dass es einmal ganz anders war. Meine Welt lag in Scherben. Ich haderte verzweifelt und unerbittlich mit meinem Schicksal. Ich war das perso-nifizierte Scheitern. Job weg, nicht vermittelbar, so gut wie pleite und noch dazu sowas von unglücklich verliebt. Ich hatte die gesamte Palette an Dramen ausgefasst, die man sich gönnen kann.

Heute weiß ich einsichtig, wie wichtig dieses Chaos war. Wichtig, um mich endlich für MICH zu entscheiden. Für MEINE Bedürfnisse, für MEINE Sehn-süchte und Träume, für MEINE Fähigkeiten und damit für all das, was MICH WIRKLICH ausmacht! Auf den Punkt gebracht: Ich war gefordert mich endlich für MEIN LEBEN zu entscheiden! Ohne die lästigen Wenn und Aber. Ich kündigte ihnen skrupellos. Ich hatte das Leiden endgültig satt. Ich wollte nur noch weg von dem Image des „armen Schweines“. An dieser Stelle ist es mir ein herzliches Bedürfnis meinem Freundeskreis zu danken, der mit seiner unaufdringlichen Fürsorglichkeit geduldig an meiner Seite blieb.

Also was tat ich genau, um meine Welt neu ordnen zu können? Ich übte mich in der Kunst des Loslassens. Loslassen von überholten Einstellungen, Meinungen, von Sturheit, loslassen von falschen Überzeugungen, von Kontrolle und von Sicherheiten, die sowieso nie sicher sind. Vor allem aber ließ ich die belastende Vergangenheit los! Ich hörte auf ihr zu vertrauen. Ich begriff, dass ich meine Zukunft bisher hauptsächlich auf ihren Wunden aufgebaut hatte und damit eigentlich nie wirklich eine Zukunft statt fand.  Keine freie Zukunft zumindest. Stets schickte mir das Gestern Warnungen vor dem Morgen! Warnungen sind ja wie Stoppschilder. Man traut sich nicht vorwärts. Nicht weiter gehen! Privat gesprochen: Ich hob meinen Hintern nicht und macht es mir in den Ausreden bequem. Und glaubte mich dabei auch noch weise und erfahren. Und alles, was anders denkt und lebt, wurde weitgehend abgelehnt und ausgegrenzt. Schön blöd.

Das Loslassen verlangte also von mir endlich erwachsen zu werden. Ich war, wie gesagt, gefordert für mein Leben die volle Verantwortung zu übernehmen, mit sämtlichen Konsequenzen. Denn nichts anderes bedeutet es erwachsen zu werden. Und das hatte Konsequenzen! Ich sagte mir: „Lieber Leo, behalte dir die glücklichen Momente im Herzen und alles andere darf in Frieden gehen. Sag deiner Vergangenheit danke, aber jetzt lasse ich dich in Liebe los!“ Das war ein unglaublicher Befreiungsakt! Dann ging ich gestärkt den nächsten Schritt. Diesmal lautete die Überschrift:

„ICH LASSE ALLES LOS, WAS NICHT ZU MIR GEHÖRT!“

Auf einem Bogen Packpapier schrieb ich alles nieder, was da nicht zu mir gehörte. Viele anerzogenen Prägungen, alle kennt man ja nicht, und Muster. Das mangelnde Selbstwertgefühl, die Angst vor Erfolg, die Angst vor Nähe, den Mangel an Eigenliebe, den einsamen Wolf in mir, den verklärten Guru, der vor lauter Spiritualität kaum wusste, wie er die nächste Miete bezahlen sollte, das Selbstmitleid und das Rettersyndrom. Ich räumte gründlich! Ich stellte mir mein Leben als Firma vor und löste als Chef sämtliche Abteilungen auf, die nicht meiner Zukunftsvision entspra-chen. Ab jetzt wollte ich erfolgreich sein, selbstbewusst, ein Stern der Lebensfreude, und ich wollte die bedingungslose Liebe finden. Ich war bereit durchzustarten! Mein Wollen war daher kein Wunschdenken. Ich nahm das Leben in die Hand! Überall in der Wohnung klebte ich Slogans auf, um meinem positiven Denken nicht zu entkommen. Sie klebten im Schlafzimmer, am WC, am Kühlschrank, im Kleiderkasten, überall.

Slogans wie:

Ich erschaffe meine Realität!

Wo die Angst endet, beginnt die Freiheit!

Ich bin das Beste, was mir je passiert ist!

Ich bin immer begleitet und geführt!

Loslassen! So wie ich meinen Kopf entrümpelte, so rigoros tat ich es auch mit den materiellen Dingen. Ich schaffte Platz. Ob Bücher, T-Shirts, Fotos, alles was mich an traurige Zeiten erinnerte, wurde entsorgt. Das gleiche rate ich dir. Weg damit. Es macht Spaß! Man fühlt sich erleichtert und wie neu geboren. Befreit von Altlasten, die man lange genug mit sich herum schleppte. Ich ließ sogar Freunde los, die aus ihren Ängsten heraus meine Aufbruchstimmung in Frage stellten. Schluss mit Entsprechungen. Mit ständigem Erklären oder Rechtfertigen. Ich schloss Türen, damit sich andere öffnen konnten. Ich ging mit Hingabe in einen aufregenden Prozess hinein. Ich machte mich auf die Suche nach den wahren Hintergründen des Lebens. Nach ihren Gesetzmäßigkeiten, um mich nach ihnen auszurichten.

Ich verschlang jedes Buch, das mir wichtig erschien. Ich besuchte Seminare, Vorträge und verbrachte viel Zeit mit Selbstgesprächen, um mich besser kennen zu lernen. Ich ließ mir helfen. Ich machte neue Bekanntschaften und lernte viele interessante Menschen kennen. Mit jedem Tag wuchs ich ein Stück mehr über mich hinaus. Es funktionierte! Zwar pilgerte ich immer noch zum Arbeitsamt, dafür konnte mein Herz wieder durchatmen und aus dem zarten Samen meines Gottvertrauens wurde ein Sonnenblumenfeld. Ich hatte in die Gewissheit zurück gefunden, dass man begleitet und geführt wird, wenn man dem Himmel vertraut. So entpuppte sich aus der Überdrüssigkeit meines Alltages das längst fällige Bekenntnis:

ICH LEBE!

Und ich wurde geführt, und es öffneten sich Türen:

In diesen Tagen kontaktierten mich meine Freunde Harald Hanisch und seine Lebensgefährtin Eva Kraus. Sie hätten für eine gewisse  Christa Stürmer einen Song komponiert und ob ich nicht Lust hätte, am  Text mit zu schreiben.  Klar wollte ich, auch wenn ich zu dem damaligen Zeitpunkt von „Starmania“ nicht viel Ahnung hatte. Jedenfalls, als ich kurz darauf den Song hörte und von seiner unwiderstehlichen Dynamik mitgerissen wurde, drängte sich in mir der Leitsatz für den Refrain richtiggehend auf. Nämlich mein eigener:  ICH LEBE!

Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Der Song schrieb österreichische Musikgeschichte. Eva Kraus singt sich inzwischen selbst als Eva K. Anderson erfolgreich in die Musikszene.

Ich kam als Texter noch bei weiteren Songs zum Einsatz und legte damit den finanziellen Grundstein für die spätere Berufsentscheidung. Ich wurde meine eigene Firma und machte es mir zur leidenschaftlichen Aufgabe meine Erfahrungen in Form von Erfolgs-Seminaren, handlungsorientiertem Familienstellen und einer „Herzens-ausbildung“ kompetent weiter zu geben.  Aber nicht nur das. Innerhalb eines Jahres verwandelte sich meine Chaos-Situation komplett. Eine neue Liebe flirtete sich dauerhaft in mein Herz, ich veröffentlichte mein erstes Buch und ich übersiedelte aus den Wiener Kaffeehäusern raus aufs Land, zu meiner Herzensdame in die grüne Steiermark. Ich habe mein Leben, das Leben, das ich wirklich will, erreicht. Ich bin bei mir angekommen!

Meine Geschichte mag sich außerge-wöhnlich lesen. Glaub mir, sie ist es nur vordergründig! In meinem Umfeld bewegen sich inzwischen viele Menschen, die auf ihre Weise ebenso ihren Weg gegangen sind! Und ihn immer noch gehen. Wir alle sind nicht außer-gewöhnlicher als du, oder begabter, oder berufener. Wir haben uns bloß den berühmten Ausspruch zueigen gemacht:

„Entweder du lebst dein Leben, oder das Leben lebt dich!“

Also was wir erreicht haben, liegt auch im Bereich deiner Möglichkeiten! Lass los, was dich verhindert! Lass los, was dich nicht fördert! Lass los, was dich zurück hält! Lass los, was dich in Frage stellt! Lass los, was nicht an dich glaubt! Lass los, was nicht auch Spaß macht! Geh JETZT den ersten Schritt in deine neue Richtung!

Gib dich erst zufrieden, wenn deine Sehnsucht lächelt!

Pflege deinen Traum, bis seine Botschaft sich wandelt.

Übe dein Talent, bis du es geworden bist.

VERSUCHE ES NICHT, TU ES!


LEO

Aus dem Herzen, in die Herzen!

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PS: Mit meinen Texten möchte ich dich auf deiner Lebens-Reise begleiten und dich einladen, meine Geschichten, Gedichte und Kraftsätze als hilfreiche  Freunde in deine Tage zu integrieren.

Geschichten über die Lebensfreude und die Macht der Liebe. Über Versöhnung und Mut, über Hoffnung und Zuversicht und das weite Land der Seele...